People´s Power Car: Eco-Mobilität für Menschen

Die Zielvorhaben von pp.car:media/img/AlexanderHorn_Student+BusiDesignstudie Business & Student Car

Foto: Designstudie Business & Student Car von Alexander Horn, Dresden (FH Pforzheim)

Innovativ, funktional, emotional

Elektrische Mobilität erhöht die Verfügbarkeit - Strom aus der Steckdose! - und ebnet durch die leichten Nutzbarkeit der Sekundärenergie die vollständige Erschließung der erneuerbarern Energien für die Mobilität. Zudem ermöglicht die Leichtbauweise ein hohes Maß an Formschönheit. 

Reichweite plus X: Der Range Extender

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Auch die Emotion kommt also zu ihrem Recht: Form follows emotion! So kann eine Antriebsvariante, der sogenannte 'Extender' die Reichweite erheblich erhöhen und senkt zugleich das Gewicht. Die damit verbundene Energiespeicherung muss nicht mit fossilen Energien erfolgen. Weitere Entwicklungsoptionen reichen von der Brennstoffzelle, über den Gyroantrieb bis zum Druckluftspeicher zur Wiederaufnahme und Reichweitenerhöhung durch ansonsten verlorene Energie. - Auf dem Foto sehen Sie eine Designstudie des Mindset, einem Range Extender, der mit ca. 70.000 Euro eher zur neuen Oberklasse zählen wird.

Foto: Range Extender-Modell des ehemaligen VW-Chefdesigners Murat Günak

Eco mal 2

Ein Fahrzeug, das mit Strom fährt, kann auch mit Sonne und Wind betrieben werden. Und es kann nachts aufgeladen werden. So könnte schon heute der gesamte Verkehr mit nur etwa 15% mehr an in kleinen, mittleren und große Kraftwerken erzeugter Energie laufen. Mit Energiekosten von unter 3 Euro auf 100 km ist das Fahrzeug neben seinen günstigen  Herstellungs- und  Anschaffungskosten zudem auch ein Ecomobil im zweifachen Sinne des Wortes: ökologisch und ökonomisch.

Die Behauptung des VW-Chefs Winterkorn, Elektrifizierung der Mobilität sei nur über den Ausbau der Atomenergie möglich, trifft den Kern der Sache nicht und spiegelt als Schutzbehauptung erneut das fehlende Interesse und die Flexibilität der Großkonzerne, andere und leichtere, am Ende weniger margenträchtige Autos zu bauen. Man will anscheinend so weiter machen wie bisher und am besten eben nur mit E-Motoren oder als Range Extender (E-REV) also Plug In Hybriden.

Zwei kleine Beispiele: Eine Stunde Autofahren mit 200 PS braucht über eine Tonne Batteriekapazität an Bord. Leichtbau ist also die einzige Alternative!  Dieses Problem haben leider auch die Umrüster. Übrigens: Der Folkrocksänger Neil Young kommt mit seinem umgerüsteten Lincoln-Straßenkreuzer von 1959 trotz Investition von über 100.000 Dollar derzeit ca. 20 Kilometer weit. Wir indes folgen dem französichen Philosophen Jean Baudrillard, der die Überwindung der opulenten Ästhetik der Fünfziger durch das Weglassen und Reduzieren auf's Wesentliche lobte.   

Kundennahe Kreislaufwirtschaft

img/designcam_no_licence.jpg pp.car wird also ein Fahrzeug mit einem Elektroantrieb als Antriebskern, an dem die Nutzer mitentwickeln. Diese offene Form der Innovation bringt zugleich die Einsicht in die so entstehenden Baupläne des Fahrzeugs (open source). Dieses kann dann mit üblichen Werkzeugen in einer Art Bausatz-Fertigung dort zusammengesetzt werden, wo es gebraucht wird: vor Ort beim Nutzer. So kommen auch die Arbeitsplätze dorthin, wo sie gebraucht werden. Die Materialien sind weitgehend Recycling fähig.


Auch der Service und die Kundennähe gewinnen, denn der Fahrzeugbesitzer kann selbst auf die Konfiguration seines Fahrzeugs einwirken und erhält wirkliche Unterstützung, wann und wo er sie braucht, ohne schon beim Erwerb lächerlicher Ersatzteile über Gebühr gemolken zu werden. Eine sozial und ökologisch verträgliche und zudem kundennahe Kreislaufwirtschaft! Nicht der Shareholder reibt sich die Hände sondern die Stakeholder, von denen der Shareholder dann eben nur einer ist. Oft derselbe, der auch als Kunde oder als Mitarbeiter an dem Projekt Werte schaffend und werteschöpfend beteiligt ist.

Diese Art der markt- und menschennahen Produktion ist eine Innovation auch der Produktionsweisen. Die Wertschöpfung geht in viele lokale Werkstätten, anstatt von der Börse verfrühstückt zu werden. Möglich wird dies, da inzwischen die Fertigungstiefe der großen Automobilhersteller zugunsten der Zulieferer abgenommen hat.  Bevor ein falscher Mythos entsteht daher hier die Wahrheit: Die Zulieferer arbeiten selbst im Hochlohnland Deutschland so günstig, dass ein konventionelles leicht konstruiertes Fahrzeug wie der indische Tata Nano überwiegend mit Komponenten aus deutscher Fertigung gebaut wird und nicht etwa deshalb so günstig ist, weil die Montage in Indien erfolgt.  Umso mehr kann ein Elektroauto, das schon vor hundert Jahren gebaut werden konnte und dessen Antrieb vergleichsweise unaufwändig ist, heute auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen hergestellt werden.

Neuer Wettbewerb ist möglich. - Doch er hat nicht nur Freunde.

Abzuwarten bleibt allerdings noch, was an Patenten und geschützten Innovationen zum Beispiel im Bereich der 'Extender' dem dem Zugriff einer offenen Entwicklergemeinschaft entzogen wird, denn die Autokonzerne entwickeln inzwischen auch fieberhaft und sei es nur, um den Zugriff auf das Wissen einzuschränken. Ihnen droht eine neue Qualität des Wettbewerbs auch mit Marktneueintritten von klein- und mittelständischen Unternehmen.

Ansätze für gemeinwirtschaftliche Betriebsformen bei Montage, Werkstatt und im Vertrieb

Stakeholder Value geht vor Shareholder Value - das bedeutet auch: Ideal bietet sich das Auto auch für neue Formen von Kooperativen an, bei denen der Nutzer selbst auch Anteilseigner ist. Ob das dann eine Genossenschaft, eine kleine Aktiengesellschaft oder was auch immer ist, bleibt den Entrepreneuren vor Ort überlassen.
Werden Sie Mitglied der Entwicklergemeinschaft!

Werden Sie Vertriebspartner!

Gründen Sie eine Werkstatt oder machen Sie diese zur "Mobilofaktur"!
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